Langzeit-EKG / Eventrecorder und Langzeitblutdruckmessung

Mit dem Langzeit-EKG (auch Holter-EKG -nach dem Erfinder Norman J. Holter -genannt) besteht die Möglichkeit den Herzrhythmus des Patienten über 24 Stunden und länger aufzuzeichnen. Dies erfolgt mit einem kleinen Gerät, dass der Patient mit sich trägt. Da Herzrhythmusstörungen in der Regel nur ab und zu auftreten, sind diese in einem normalem Ruhe-EKG sehr oft nicht vorhanden.  Mit dem Langzeit-EKG können u.a. folgende Passagere Rhythmusstörungen erkannt werden:

Langsame (bradykarde) Rhythmusstörungen:

  • Kranker Sinusknoten (Sick-Sinus-Syndrom)
  • AV-Blockierungen
  • langsames Vorhofflimmern

Schnelle (tachykarde) Rhythmusstörungen:

  • schnelles Vorhofflimmern
  • „Reentrytachykardien“
  • bösartige Rhythmusstörungen wie ventrikuläre Tachykardien

Wenn Rhythmusstörungen sehr selten auftreten, können sie durch einen sogenannten Eventrekorder erfasst werden. Der Patient bekommt ein Gerät in Scheckkartenformat für mehrere Wochen mit. Bei Auftreten der Beschwerden hält der Pat. das Gerät an die Brust. Das EKG wird für 30 Sekunden aufgezeichnet. Per Funk über eine Telefonleitung wird das EKG noch am selben Tag an unsere Praxis übermittelt. Wir stellen diese Geräte unseren Patienten zur Verfügung

Langzeitblutdruckmessung

Eine der genausten Methoden zur Überprüfung eines behandlungsbedürftigen Hochdrucks ist die Aufzeichnung des Blutdrucks über 24 Stunden. Dabei wird ein Blutdruckgerät angelegt, das tagsüber ca. alle 30 Minuten und nachts ca. alle 60 Minuten den Blutdruck misst. Bei der Auswertung werden nicht nur die Einzelwerte, sondern auch die durchschnittlichen Tages- und Nachtmittelwerte ermittelt. Diese Untersuchung ist die optimale Methode, um eine Hochdruckerkrankung frühzeitig zu erkennen oder eine Therapiekontrolle des Hochdrucks durchzuführen.